Interview, SP.accio


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Architekt Gallizia, können Sie uns bitte in kurzen Zügen die Genese dieses Projekts beschreiben?
Bei meinem ersten Besuch in San Patrignano blieb ich wie verzaubert. Das, was meiner Meinung nach eine Rehabilitationsgemeinschaft war, die Jugendlichen half, einen Beruf zu erlernen, enthüllte sich mir sofort als eine emsige Werkstatt außergewöhnlicher Handwerker, Designer und Köche, mit denen sich sofort eine erfolgreiche Zusammenarbeit entwickelte. Wir haben Ideen vorgeschlagen und von ihnen Hinweise und Tipps über die einsetzbaren Werkstoffe erhalten, wir haben einige ihre Kreationen auch unter einem anderen Gesichtspunkt neu interpretiert und dabei einige Dekors hinzugefügt.

Die neue Ladenfläche, die von der Genossenschaft zur Übermittlung des Wissens von San Patrignano gewählt wurde, ruft Erinnerungen an frühere Zeiten wach: Deckenbalken und Sichtmauerwerk aus alten Backsteinen, die wir durch die Wahl einer weißen Wandfarbe hervorheben wollten. Das pulsierende Herz dieser Räumlichkeiten ist eine Pizzeria. Wir haben gemeinsam beschlossen, sie unkonventionell einzurichten, dabei jedoch die Fertigkeiten dieser Jugendlichen zu nutzen. Folglich stammen die Möbel von ihnen, die goldfarbene Schottwand ist von ihnen und auch die Tische und Stühle. Die Einrichtung, die handwerklichen Gegenstände und die önogastronomischen Produkte von San Patrignano sind alle von sehr hoher Qualität und haben Verehrer nicht nur in Italien, sondern auch im Ausland (insbesondere in Frankreich und in den USA, wo die Handwerklichkeit sehr geschätzt wird).

Die Aufmerksamkeit des Besuchers, der dieses Lokal betritt, wird visuell von zwei Elementen angezogen: vom Kamin und vom Ofen, die mit dem Element Feuer verbunden sind.
Der Kamin ist mit dem Glanz von Gold, der Kollektion Rex von Florim, verkleidet. Die Goldblättchen, ein antikes Dekor für wertvolle Möbel und Stuckaturen, werden durch zwei glänzende Glasscheiben hervorgehoben, die sie einschließen und dadurch schützen und zum Leuchten bringen.

Der Pizza-Ofen, bei dem es sich natürlich nur um einen Steinofen handeln konnte, wurde mit einem Material von starker symbolischer Bedeutung bezogen: Lava. Auf diese Weise werden die roten Färbungen des Feuers in einen schwarzen, absorbierenden Raum eingefasst.
Die Toiletten der Pizzeria sind ein Ort großer Überraschungen: Sie sind hinter goldfarbenen Wandschirmen versteckt, welche mit fantastischen Mustern verziert sind und von den Jugendlichen von San Patrignano angefertigt wurden.

Hat man einmal die Tür geöffnet, befindet man sich in einer funkelnden Box aus goldenem Glasmosaik (es handelt sich um die Kollektion Vetro Metalli von Casamood), in das wir mit einem Goldblatt verzierte Spiegel eingefügt haben. Zu sehen ist ein Spiel von Reflexen, schillernden Effekten, die durch die handwerkliche Bearbeitung der Mosaiken erzielt wird. Ein sich prächtig anfühlendes Material, das sich in großen und barocken Spiegeln widerspiegelt. Die Wirkung dieses Raumes ist wirklich außergewöhnlich. Was uns selbst überrascht hat, ist die Erzielung einer sehr warmen Wirkung, und dies trotz des Einsatzes eines naturgemäß sehr kalten Werkstoffes wie Glas, das sich in diesem Fall in eine glänzende Haut verwandelt, eine Erinnerung an ein antikes Mosaik, dessen Mosaiksteine einzeln in Handarbeit geschnitten wurden.

Wie groß ist die Fläche, mit der Sie konfrontiert wurden?
Es handelt sich um etwa 300 qm mit voraussichtlich 80 Sitzplätzen im Bereich Pizzeria/Restaurant. Etwa 150 qm sind dem Ausstellungsraum vorbehalten, in dem die Möbel, Textilprodukte sowie Agrar- und Nahrungsmittel zur Schau stehen werden.



 
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